Fragen an die Parteien zu ihrer Position zu WaldorfschulenDie Freien Waldorfschulen in Bayern möchten ihren Eltern, Freunden und Unterstützern einen Überblick geben über die bildungspolitischen Schulkonzepte und insbesondere die Haltung der einzelnen Parteien gegenüber den Freien Waldorfschulen in Bayern.

Wir haben daher fünf Parteien angeschrieben und um eine kurze und aussagekräftige Beantwortung der Fragen gebeten.

Die Fragen

Basis unserer Fragen sind die

"POSITIONEN DER SCHULEN IN FREIER TRÄGERSCHAFT FÜR DIE LEGISLATURPERIODE 2018-2023"

1. Waldorfschulen führen ebenso wie vergleichbare staatliche Schulen und staatlich anerkannte Ersatzschulen zu den Abschlüssen Abitur und Realschulprüfung, unterrichten jedoch ihre Schüler auf einem eigenständigen pädagogischen Weg.

Beispiele: eigener Lehrplan, eigene Unterrichts- und Schulstruktur auf der Basis der individuellen Entwicklung und Förderung des jungen Menschen.

Wie stehen Sie zu dieser Schulform als "Bereicherung des öffentlichen Schulwesens“ (Art.90 BayEUG) ?

2. Um diese Aufgabe nach Art.90 BayEUG zu erfüllen benötigen die Waldorfschulen eine auskömmliche Refinanzierung durch die öffentliche Hand, zumindest eine finanzielle Gleichstellung mit den staatlich anerkannten Ersatzschulen neben der von den Schulen in privater, gemeinnütziger Trägerschaft geforderten Anhebung der Finanzhilfe um 15 % (siehe Positionspapier).

Halten Sie diese finanzielle Ungleichbehandlung in der gegenwärtigen Schullandschaft noch für tragbar?

3. Die Eltern der Waldorfschüler werden durch die restriktive Haltung der Kommunen zu einem höheren Schulgeld gezwungen. Die Kommunen und Landkreise entlasten sich, indem sie ihren Anteil an den Schülerbeförderungskosten, an der Ganztagsbetreuung, an den Gastschulbeiträgen nicht übernehmen.

Welche konkrete Lösung schlagen Sie vor?

4. Im Bereich der Lehrergenehmigungen werden die Besonderheiten der Waldorfschule zu wenig berücksichtigt. Insbesondere dominiert dabei die Handhabung der Gleichartigkeit anstelle der Gleichwertigkeit, was sich bei den waldorfspezifischen Fächern und der Anerkennung der Waldorflehrerausbildung niederschlägt.

Wie stehen Sie zu einem mehr eigenverantwortlichen am Bedarf der Schule orientierten Lehrereinsatz zumindest in den für das Profil der Waldorfschule relevanten Bereichen?

Die Antworten – jeweils als PDF.

CSU:

SPD:

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:

FDP:

Freie Wähler:

 

schuleimwandel

 

"Und kurioserweise ist es so, dass wir durch die Art, uns zum Kind zu stellen, in uns die Liebe zum Kind entwickeln, dass wir es dahin bringen, es mit immer größerer Liebe zu erfassen. Und wir erwerben uns gerade dadurch eine mächtige Hilfskraft, das Kind liebend zu unterrichten und zu erziehen."

Rudolf Steiner

 

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