Inklusion - aktuell

Cover BlickwechselDas Thema Inklusion hat die Gemeinschaft der Waldorfschulen in den vergangenen Jahren sehr bewegt.
Zum einen wird darauf hingewiesen, dass Rudolf Steiner die Waldorfschule als eine „Schule für alle“ gründete, und zum anderen wird immer wieder im Hnblick auf „schwierige Schüler“ betont, dass alle sowieso schon inklusiv arbeiten, ohne wirklich zu hinterfragen, was Inklusion eigentlich meint.
Noch gibt es wenig Zusammenarbeit zwischen den  „großen“ und den heilpädagogischen Schulen, Zweitere erleben sich teilweise sogar durch die Inklusionsdebatte in ihrer Existenzberechtigung angegriffen und im Wettbewerb um die Schüler mit Handicap.
Da auch die finanziellen Unterstützungen für Schulbegleiter und Doppelführung in inklusiven Klassen in den Bundesländern sehr unterschiedlich gehandhabt werden, erleben sich viele Waldofschulen in Fragen der Inklusion nicht kompetent und begeben sich nur zögerlich auf den Weg.
12 Projektschulen bundesweit werden zur Zeit auf ihrem Weg zur Inklusion vom Bund begleitet – ein erster Zwischenbericht nach 1,5 Jahren ist in Arbeit.

Brücken bauen und den Dialog anregen

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Hospitation und Diagnostik

Kurz vor 8 in der Waldorfschule München Daglfing: Frau V., selbst Klassenlehrerin und Sonderpädagogin, besucht in ihrer Funktion als Mobiler Sonderpädagogischer Dienst den Hauptunterricht der 3. Klasse, um das Augenmerk auf ein bestimmtes Kind zu lenken. Vorausgegangen ist der Hospitation ein ausführliches Gespräch mit der Klassenlehrerin, in dem diese die Problemstellung und ihre eigenen Beobachtungen dargestellt hat.

Während des Unterrichts kann das Kind in seiner Bewegung, seiner sozialen Interaktion und seiner schulischen Aktivität beobachtet werden. Anschließend gibt es Zeit für ein diagnostisches Einzelgespräch zwischen MSD und Schüler, dem sich unter Umständen auch ein Test zur Wahrnehmungsschulung bzw. -verarbeitung anschließen kann. Auch ein Blick in die Schülerakte bzw. in etwaige Gutachten ergänzt die Diagnostik.

Gemeinsam mit der Klassenlehrerin werden die Beobachtungen zusammengetragen und erste Ideen zur Verbesserung überlegt. Abschließend findet in der Regel noch ein Gespräch mit den an der Schule tätigen Therapeuten und der Schulärztin statt. Wichtige Beobachtungen aus der Schulaufnahme und den schon stattgefundenen Therapien runden das Bild ab und führen auch hier zu ersten Anregungen

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"Inklusion - Vielfalt gestalten"

Handbuch Inklusionvon Ulrike Barth (Hrsg.) und Thomas Maschke (Hrsg.)

Beschreibung des Verlags:

Die Bemühungen um eine inklusive Pädagogik und das Bewusstsein ihrer Bedeutung haben in den letzten Jahren stark zugenommen. Die Inklusionspädagogik versucht, jedes Kind gleichberechtigt an Bildung und Erziehung teilhaben zu lassen und den individuellen Bedürfnissen aller in einem gemeinsamen Unterricht zu entsprechen. Doch wie kann Inklusion in der Praxis gelingen? Dazu gibt dieses Handbuch eine Fülle von Hinweisen und behandelt dabei alle relevanten Gesichtspunkte, vom Vorschulalter über die verschiedenen Unterrichtsfragen in der Schule bis zum Berufseinstieg sowie die rechtlichen und gesellschaftlichen Belange.

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schuleimwandel

 

"Und kurioserweise ist es so, dass wir durch die Art, uns zum Kind zu stellen, in uns die Liebe zum Kind entwickeln, dass wir es dahin bringen, es mit immer größerer Liebe zu erfassen. Und wir erwerben uns gerade dadurch eine mächtige Hilfskraft, das Kind liebend zu unterrichten und zu erziehen."

Rudolf Steiner

 

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